Innenohr-Implantat gegen Tinnitus

Wie man der medizinischen Fachpresse entnehmen konnte (Sie finden rechts auf dieser Seite 3 Artikel zu diesem Thema), zeigen Forschungsergebnisse einen weiteren Einsatzbereich des Cochlea Implantats. Es soll Patienten nicht nur helfen, wieder zu hören, sondern bei vorliegendem Tinnitus durch die elektrischen Impulse auch den "Störton" zum Verschwinden bringen.


Prof. Dr. Dr. Roland Laszig stellte das Verfahren anlässlich der 80. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde  und Kopf- und Halschirurgie dem interessierten Fachpublikum vor. 


Artikel zum Thema CI und Tinnitus

Rhein-Neckar-Zeitung GA 7.5.2009

Mit Implantaten gegen Tinnitus

Freiburg/Rostock . (dpa/lsw) Mit dem Einsatz eines Implantats in die Hörschnecke (Cochlea) kann Forschungen zufolge das Tinnitus-Leiden vieler  tausend Menschen gelindert werden. Das neue Verfahren sei für Menschen geeignet, die einseitig taub sind und auf dem betroffenen Ohr das permanente Geräusch haben, sagte der Direktor der Freiburger Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Roland Laszig. Das Verfahren, das sich noch im Stadium der Forschung befinde, und in zwei Wochen in Rostock  bei  der 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde [vorgestellt] werden soll, habe gleich zwei Vorteile. Das Ohrgeräusch werde unterdrückt und die Patienten könnten mit dem bislang tauben Ohr wieder hören. „Wir haben hervorragende Ergebnisse mit der revolutionären Methode erzielt“, sagte Laszig.


Norddeutsche Neueste Nachrichten Rostock 7.5.2009

Implantat gegen den Ton im Ohr

Rostock (NNN). Jeder fünfte Bundesbürger leidet am chronischen Tinnitus, einem ständigen Klingelton im Ohr. Neue Hoffnung für viele bringt der Einsatz eines Cochlea Implantats. Dies ist ein Thema bei der 80. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde  und Kopf- und Halschirurgie vom 20. bis zum 24. Mai in der Hansemesse Schmarl, wo parallel [der] 9. Pflegetag anberaumt ist. „Der normale Tinnitus-Patient hört die Ohrgeräusche nur abends, wenn es ruhig wird und die Alltagsgeräusche wegfallen“, sagt Prof. Dr. Roland Laszig. „Die Patienten können nach der Implantation hören und der Tinnitus ist weg.“ Mit 745 Einzelvorträgen und 60 Kursen und Seminaren ist es einer der Bildungskongresse für Mediziner in Deutschland. Der Kongress, zu dem 2000 Teilnehmer erwartet werden, steht unter dem Motto „Technik für Lebensqualität – Biomaterialien und Implantate in der  Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.“


Berliner Morgenpost 26.5.2009
Medizin
Innenohr-Implantat gegen Tinnitus

Eine neue Generation von Innenohr-Implantaten soll das Leiden von Tinnitus-Patienten lindern. Fachärzte stellten die sogenannte Cochlea-Technologie gestern vor. Der Freiburger Medizinprofessor Roland Laszig erläuterte das System, das verstärkte Schallwellen in Radiosignale umwandelt, die durch die Haut auf ein spezielles Implantat an der Hörschnecke übertragen werden. Die dort erzeugten elektrischen Impulse sollen den „Störton“ aus dem Gehirn ausgleichen. Dem Experten zufolge leidet jeder fünfte Deutsche an chronischem Tinnitus. Dpa-